Im Rahmen ihres Krisenbeihilferahmens „Middle East Crisis Temporary State Aid Framework“ erlaubt die EU-Kommission Deutschland, Industriebetriebe beim Strompreis stärker zu entlasten als bisher. Demnach kann der Industriestrompreis im Jahr 2026 zu 50 Prozent parallel zur Strompreiskompensation angewendet werden.
Die Wirtschaftsvereinigung Stahl (WV Stahl) begrüßt die geplante Umsetzung. Nach Einschätzung des Verbands läuft die derzeitige Regelung für die Stahlindustrie weitgehend ins Leere, da eine Kombination mit der Strompreiskompensation bislang nicht möglich war.
Industriestrompreis soll stromintensive Werke entlasten
Kerstin Maria Rippel, Hauptgeschäftsführerin der Wirtschaftsvereinigung Stahl, bezeichnet die parallele Inanspruchnahme von Industriestrompreis und Strompreiskompensation als wichtigen Entlastungsschritt. Besonders für die bereits heute CO2-arm produzierenden Elektrostahlwerke könne die Regelung die Wettbewerbsfähigkeit verbessern.
Zugleich fordert der Verband eine dauerhafte Lösung über das Jahr 2026 hinaus. Die Stahlindustrie stehe im internationalen Wettbewerb weiterhin unter Druck durch vergleichsweise hohe Strompreise. Für die Transformation hin zu einer klimaneutralen Produktion seien langfristig wettbewerbsfähige und verlässliche Strompreise erforderlich.
Foto: WV Stahl