Voestalpine treibt Umbau von Donawitz bis 2030 voran

Die neue Elektrolichtbogenofenanlage in Donawitz soll 2027 in Betrieb gehen. Im Bild (v. l.): Herbert Eibensteiner und Franz Kainersdorfer auf der Baustelle des Projekts.

Voestalpine will den Standort Donawitz bis 2030 weitgehend auf eine elektrifizierte Stahlproduktion umstellen. Nach der Inbetriebnahme einer neuen Elektrolichtbogenofenanlage im Jahr 2027 soll ein weiterer Ausbau die CO₂-Emissionen um mehr als 90 Prozent gegenüber 2019 senken.

Rohstahlproduktion setzt Erholungskurs fort

Elektrolichtbogen im Einsatz. Die deutsche Stahlindustrie positioniert sich zur umstrittenen Netzanschlussregel VDE-AR-N 4130. Das Bild passt außerdem zur Rohstahlproduktion in Deutschland.

Die Rohstahlproduktion in Deutschland ist im Mai 2026 den fünften Monat in Folge gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Trotz der positiven Entwicklung bleibt die Branche jedoch unter der Auslastungsschwelle, die für einen wirtschaftlich stabilen Betrieb der Werke als erforderlich gilt.

SMS group baut Demag-Anlage zum Kupferwalzwerk um

Vertreter von Winjoy und SMS group bei der Vertragsunterzeichnung zur Modernisierung eines Kupferwalzwerks in China (v.l.n.r.), vordere Reihe: Wang Jianli, Chairman, Winjoy; Peter Langner, CEO der SMS group China. Hintere Reihe: Li Pu, Project Manager, Winjoy; Wang Deqiang, Equipment Director, Winjoy; Fu Hongqing, GM & Board, Winjoy; Liu Zhiwu, Board, Winjoy; Mao Lihua; Qu Xiong; Chu Xinfeng and Zhang Zhe

Zhejiang Winjoy New Material hat SMS group mit der Modernisierung einer gebrauchten Demag-Kaltwalzanlage beauftragt. Die Anlage soll zu einem modernen Kupferwalzwerk mit einer Jahreskapazität von rund 100.000 Tonnen ausgebaut werden und die Produktion hochwertiger Kupferbänder erweitern.

Thyssenkrupp treibt Verselbstständigung von tk accelis voran

Die geplante Verselbstständigung von tk accelis ist Teil der strategischen Neuausrichtung des Thyssenkrupp-Konzerns.

Der Aufsichtsrat der Thyssenkrupp AG hat den Plänen zur Verselbstständigung von tk accelis zugestimmt. Der Werkstoffhändler und Lieferkettendienstleister soll als eigenständiges Unternehmen an die Börse gebracht werden. Über die Abspaltung sollen die Aktionäre auf einer außerordentlichen Hauptversammlung entscheiden.

Gesamtmetall sieht 300.000 Arbeitsplätze gefährdet

Der Verband Gesamtmetall sieht ohne bessere Standortbedingungen weitere Arbeitsplätze gefährdet.

In der Metall- und Elektro-Industrie setzt sich der Beschäftigungsabbau fort. Im April 2026 gingen saisonbereinigt 15.600 Arbeitsplätze verloren – der stärkste Rückgang seit Juli 2020. Gegenüber dem Vorjahr sank die Zahl der Beschäftigten um mehr als 100.000.