Die VDWF-Hauptversammlung 2026 hat erstmals seit der Gründung des Verbands eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge beschlossen. Mit diesem Schritt reagiert der Verband Deutscher Werkzeug- und Formenbauer (VDWF) auf wirtschaftlich schwierige Rahmenbedingungen sowie steigende Anforderungen an Interessenvertretung und Branchenkommunikation.
Am 23. April kamen Mitglieder und Partner des Verbands bei DMG MORI in Seebach zur 33. Jahreshauptversammlung zusammen. Rund 200 Teilnehmer diskutierten über die aktuelle Lage der Branche sowie die künftige Ausrichtung des Verbands.
VDWF-Hauptversammlung 2026 beschließt erste Beitragsanpassung
Im 35. Jahr seines Bestehens erhöht der VDWF erstmals seine Mitgliedsbeiträge. Die Anpassung um 20 Prozent wurde von den anwesenden Mitgliedern ohne Gegenstimmen beschlossen. Laut dem Verband soll diese Maßnahme sicherstellen, dass der VDWF auch künftig seine politischen Interessen vertreten, die Branchenkommunikation aufrechterhalten und Netzwerkangebote bereitstellen kann.
Mehrere Wortmeldungen aus dem Teilnehmerkreis unterstützten diesen Schritt und wiesen auf den seit der Gründung im Jahr 1992 gestiegenen Umfang der Verbandsarbeit hin.
VDWF setzt auf mehr politische Sichtbarkeit der Branche
In seinem Bericht wies VDWF-Präsident Prof. Thomas Seul auf die wirtschaftlich angespannte Lage im Werkzeug- und Formenbau hin. Gleichzeitig betonte er die Bedeutung einer stärkeren öffentlichen und politischen Präsenz der Branche.
Mit Blick auf die Kampagne „Ohne Werkzeugbau kein Produkt – think global, source local“ sowie den offenen Brief des Verbands an die Politik erklärte Seul, der Werkzeug- und Formenbau müsse seine Bedeutung für die industrielle Wertschöpfung stärker sichtbar machen.
„Wenn wir nicht sagen, was wir können und was wir wollen, dann werden wir auch nicht gehört“, sagte Seul während der Versammlung.
Mitgliederwachstum stärkt Position des Verbands
Neben der Beitragsanpassung stellte der VDWF auch seine Mitgliederentwicklung heraus. Geschäftsführer Ralf Dürrwächter begrüßte 42 neue Mitgliedsunternehmen, die dem Verband im vergangenen Jahr beigetreten sind. Seul wies darauf hin, dass eine größere Mitgliederbasis auch die Position des Verbands in wirtschafts- und industriepolitischen Fragen stärkt. „Je größer wir sind, desto lauter wird unsere kollektive Stimme“, erklärte der VDWF-Präsident.
Bereits am Vorabend der VDWF-Hauptversammlung 2026 hatte der Verband zu einem traditionellen Get-together eingeladen. Parallel dazu veranstaltete DMG MORI vom 21. bis 23. April seine Technologietage im Werk Seebach mit Fachvorträgen und Live-Demonstrationen zur Zerspanung.
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Foto: VDWF