Nordwest-Konzern hält Geschäftsvolumen 2025 stabil

Der Nordwest-Konzern hat drei Vorstände (v.l.): Michael Rolf, Jörg Simon, Thorsten Sega
Der Nordwest-Konzern hat im Geschäftsjahr 2025 ein Geschäftsvolumen von 4,65 Milliarden Euro erreicht und damit nahezu das Vorjahresniveau gehalten. Während das Stahlgeschäft leicht zulegte, belasteten das Lagergeschäft, die Baukonjunktur und Investitionen in die Logistik das Ergebnis.

Der Nordwest-Konzern hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Geschäftsvolumen von 4,65 Milliarden Euro abgeschlossen und lag damit nahezu auf Vorjahresniveau (+0,2 %). Auch wenn die Erwartungen im vergangenen Jahr nicht vollständig verwirklicht werden konnten, zeigt sich der Vorstand angesichts des insgesamt herausfordernden konjunkturellen Umfelds zufrieden mit dem Ergebnis. Die Anzahl der Fachhandelspartner entwickelte sich mit einem Anstieg um 69 auf insgesamt 1.321 Fachhandelspartner per 31. Dezember 2025 erfreulich. Zudem stellt das Verbundunternehmen insbesondere mit der Großinvestition in die Logistik wichtige Weichen für die Zukunft.

Der Nordwest-Konzern wies für das Geschäftsjahr 2025 ein Ergebnis nach Ertragsteuern in Höhe von 7,6 Millionen Euro aus und verfehlte damit das Vorjahresergebnis um 33,7 %. Das Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) belief sich auf 11,0 Millionen Euro und lag damit 33,1 % unter dem Vorjahreswert. Vorstand Michael Rolf erläutert hierzu: „Maßgeblichen Einfluss auf die Ergebnisentwicklung hatten insbesondere die rückläufige Entwicklung im Nordwest-eigenen Lagergeschäft, unterjährige Abgänge von Fachhandelspartnern sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit Maßnahmen zur Personalkostenreduzierung und Investitionen in den neuen Logistikstandort.“

Nordwest-Konzern mit unterschiedlichen Entwicklungen in den Sparten

Zum Jahresende 2025 zeigte sich eine divergierende Entwicklung auf Ebene der einzelnen Geschäftsbereiche. Positiv hervorzuheben waren insbesondere die Geschäftsbereiche Stahl und Haustechnik.

Im Nordwest-Konzern entwickelte sich insbesondere der Geschäftsbereich Stahl positiv. Hier wurde mit einem Geschäftsvolumen von 1.557,6 Millionen Euro der Vorjahreswert um +3,2 % übertroffen. Dabei entwickelte sich die zweite Jahreshälfte mit -3,3 % negativ. Die insgesamt noch positive Entwicklung resultierte sowohl aus einer gestiegenen Absatzmenge als auch aus einem im Jahresdurchschnitt höheren Preisniveau. Gleichzeitig ist zu berücksichtigen, dass im volumenstarken Geschäftsbereich Stahl im Vergleich zu anderen Zentralregulierungs- und Streckengeschäften sowie zum Lagergeschäft geringere Margen erzielt werden.

Deutlich dynamischer entwickelte sich dagegen die Haustechnik. Hier stieg das Geschäftsvolumen um 19,0 Prozent auf 342,6 Millionen Euro. Wachstumstreiber waren insbesondere neue Fachhandelspartner im europäischen Ausland.

Der Geschäftsbereich Bau-Handwerk-Industrie erzielte im Geschäftsjahr 2025 ein Geschäftsvolumen von 1.435,3 Millionen Euro und lag damit 4,4 Prozent unter dem Vorjahreswert. Im Teilbereich Handwerk & Industrie sank das Geschäftsvolumen um 5,1 Prozent auf 1.003,6 Millionen Euro. Belastend wirkten insbesondere der Verlust eines großen Fachhandelspartners sowie die weiterhin schwache Konjunktur im Industrie- und baunahen Umfeld. Im Teilbereich Bau führten hohe Belastungen im Bausektor sowie der Verlust eines weiteren Fachhandelspartners zu einem Rückgang des Geschäftsvolumens um 2,8 Prozent.

Nordwest-Konzern setzt auf Logistik und Dienstleistungen

Trotz der konjunkturellen Herausforderungen entwickelte sich die Anzahl der Fachhandelspartner erfreulich. Im Geschäftsjahr 2025 stieg diese um 69 auf insgesamt 1.321 Fachhandelspartner (119 Zugänge, 50 Abgänge). Auch für das Geschäftsjahr 2026 wird mit einer positiven Ausweitung des Partnerkreises gerechnet. Durch die Weiterentwicklung des Leistungsportfolios konnte Nordwest weitere Fachhandelspartner gewinnen.
Neben den klassischen finanzwirtschaftlichen Leistungsindikatoren könne „insbesondere anhand dieser Kennzahl die nachhaltige Entwicklung eines Handelsverbundes abgelesen werden“, so Vorstand Jörg Simon.

Ein zentraler Schwerpunkt der Nordwest-Strategie bleibt die Neuausrichtung der Logistik. Die Bauarbeiten am neuen Standort in Alsfeld befinden sich in der Schlussphase, das neue Zentrallager soll zeitnah den Betrieb aufnehmen. Nach Angaben des Unternehmens soll der Standort die Warenverfügbarkeit verbessern und weitere Wachstumsmöglichkeiten für Fachhandelspartner schaffen.

Foto: Nordwest

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