Erfreuliches erstes Halbjahr 2026 für Salzgitter

Erfreuliches erstes Halbjahr 2026 für Salzgitter-Konzern
Der Salzgitter-Konzern verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 eine erfreuliche Performance. Wesentliche Treiber waren ein außerordentlich hoher Beitrag der Aurubis-Beteiligung sowie deutliche Ergebnisverbesserungen in unseren Geschäftsbereichen Stahlerzeugung, Handel und Technologie gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Erfreuliches erstes Halbjahr 2026 für Salzgitter-Konzern: Der Salzgitter-Konzern verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 eine erfreuliche Performance. Wesentliche Treiber waren ein außerordentlich hoher Beitrag der Aurubis-Beteiligung sowie deutliche Ergebnisverbesserungen in unseren Geschäftsbereichen Stahlerzeugung, Handel und Technologie gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die geopolitischen Unsicherheiten, insbesondere infolge des Krieges in Nahost, belasteten die stahlnahen Aktivitäten. Auch das Ergebnisverbesserungsprogramm P28 leistete mit zusätzlichen Einsparungen in Höhe von 97 Millionen Euro einen signifikanten Beitrag zum Ergebnis.

Die Nettofinanzposition des Konzerns belief sich Ende Juni auf – 792 Millionen Euro. Sie blieb somit trotz des anhaltend hohen Niveaus der laufenden Investitionen, insbesondere im Zusammenhang mit der ersten Phase des Dekarbonisierungsprogramms SALCOS, gegenüber dem Vorjahresniveau stabil.

Außenumsatz des Konzerns

Der Außenumsatz des Salzgitter-Konzerns lag im ersten Halbjahr 2026 mit 4,6 Milliarden Euro (H1 2025: 4,7 Milliarden Euro) leicht unter dem Vorjahresniveau. Das EBITDA VX übertraf mit 459,0 Millionen Euro (H1 2025: 116,8 Millionen Euro) ebenso wie das EBT VX (257,6 Millionen Euro; H1 2025: – 83,8 Millionen Euro) signifikant den Vergleichswert. Dieses Ergebnis enthält 193,0 Millionen Euro (H1 2025: 71,5 Millionen Euro) Beitrag der at-equity (IFRS-Bilanzierung) einbezogenen Beteiligung an der Aurubis AG.

Unter Einbeziehung von Bewertungseffekten aus der Umtauschanleihe in Aktien der Aurubis AG in Höhe von – 181,3 Millionen Euro erwirtschaftete der Salzgitter-Konzern 277,7 Millionen Euro EBITDA (H1 2025: 116,8 Millionen Euro) sowie 76,3 Millionen Euro Gewinn vor Steuern (H1 2025: – 83,8 Millionen Euro). Aus 43,5 Mio. € Nachsteuerresultat (H1 2025: – 88,9 Millionen Euro) errechnen sich 0,74 Euro Ergebnis je Aktie (H1 2025: – 1,68 Euro). Die Verzinsung des eingesetzten Kapitals ohne Ergebniseffekte im Zusammenhang mit der Bewertung der Umtauschanleihe (ROCE VX) stieg deutlich auf 8,6 Prozent (H1 2025: – 1,6 Prozent).

Erwartungen für das komplette Geschäftsjahr

Aufgrund der vielfältigen geopolitischen Unsicherheiten bleibt die Prognostizierbarkeit sowohl der weiteren konjunkturellen Entwicklung als auch der Bewertung börsennotierter Wirtschaftsgüter in der zweiten Jahreshälfte eingeschränkt. Insgesamt rechnet der Konzern weiterhin mit einer lediglich moderaten Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Gleichwohl gehen die Verantwortlichen im weiteren Jahresverlauf von positiven Impulsen aus den EU-Handelsschutzmaßnahmen aus. Auf Basis der Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2026 und unter Berücksichtigung der Effekte aus der Konsolidierungskreisveränderung nach Abschluss des Erwerbs der Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH (HKM) wird im Geschäftsjahr 2026 für den Salzgitter-Konzern nunmehr Folgendes erwartet:

• einen Umsatz von rund 10,0 Milliarden Euro,
• ein EBITDA VX zwischen 725 Millionen Euro und 825 Millionen Euro
• ein EBT VX zwischen 325 Millionen Euro und 425 Millionen Euro sowie
• eine leicht über dem Vorjahresniveau liegende Rendite auf das eingesetzte Kapital VX (ROCEVX).

Auswirkungen des vollständigen HKM-Konsolidierung

Vorbehaltlich einmaliger Ergebniseffekte aus der Kaufpreisallokation dürfte die vollständige Konsolidierung der HKM einen zusätzlichen Ergebnisanteil im Umfang eines mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrags auf das EBITDA VX bzw. EBT VX für 2026 haben. Der Außenumsatz wird sich voraussichtlich um einen mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Betrag erhöhen. Diese Annahmen sind in der vorstehenden Prognose berücksichtigt.

Da die Bewertung der im Oktober 2025 platzierten Umtauschanleihe zu nicht operativ bedingten und mitunter signifikanten Ergebnisschwankungen führen kann, basiert die Konzernprognose seit dem Geschäftsjahr 2026 auf bereinigten Steuerungskennzahlen. Bei der Berechnung des EBT VX (Earnings before Taxes and Valuation Exchangeable) und EBITDA VX (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation, Amortization and Valuation Exchangeable) sowie des ROCE VX (Return on Capital Employed) werden die Ergebniseffekte, die im Zusammenhang mit der Bewertung der Umtauschanleihe stehen, eliminiert.

Erfreuliches erstes Halbjahr 2026 für Salzgitter-Konzern: wegweisende Entwicklung

Vorstandsvorsitzender Gunnar Groebler kommentiert wie folgt: „Die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2026 waren für den Salzgitter-Konzern bedeutend und wegweisend. Trotz anhaltend herausfordernder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen und geopolitischer Unsicherheiten haben wir ein erfreuliches Ergebnis erzielt. Darüber hinaus haben wir die vollständige Übernahme der Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH im ersten Halbjahr sorgfältig vorbereitet und kurz nach Ende des zweiten Quartals erfolgreich abgeschlossen. Mit diesem Schritt stärken wir unsere Position im Stahlgeschäft. Zugleich haben wir mit der Veräußerung der Klöckner DESMA Elastomertechnik einen weiteren Schritt im aktiven Portfoliomanagement vollzogen.“

Finanzvorständin Birgit Potrafki ergänzt: „Das Ergebnis des ersten Halbjahres war angesichts der widrigen Umfeldbedingungen hervorragend. Unsere Aurubis-Beteiligung leistete erneut einen starken Ergebnisbeitrag und die guten Fortschritte unserer Performance- und Restrukturierungsprogramme verbesserten unsere Performance zusätzlich. Unser Ergebnisverbesserungsprogramm P28 erzielte bis Ende Juni einen nachhaltigen Effekt von 97 Millionen Euro. Damit haben wir bereits zur Jahresmitte den Großteil des für 2026 angestrebten Gesamtjahresziels von 122 Millionen Euro erreicht und unterstreichen die hohe Wirksamkeit unserer Maßnahmen. Seit Programmbeginn summieren sich die nachhaltigen Effekte damit bereits auf nahezu 350 Millionen Euro von langfristig insgesamt angestrebten 575 Millionen Euro. Die starke Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr und die Effekte aus der vollständigen Einbeziehung der HKM haben uns veranlasst, unsere Prognose für das Geschäftsjahr 2026 Mitte Juli erneut anzuheben. Ebenso erfreulich ist der Ausblick auf die Finanzposition: Trotz der vollständigen Übernahme der HKM bestätigen wir unsere Erwartung einer Nettofinanzverschuldung von knapp über 1 Milliarde Euro zum Jahresende 2026.“

Vollständige Veröffentlichung zu den Ergebnissen des ersten Halbjahres 2026

Foto: nitpicker/Shutterstock.com

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