Rohstahlproduktion setzt Erholungskurs fort

Elektrolichtbogen im Einsatz. Die deutsche Stahlindustrie positioniert sich zur umstrittenen Netzanschlussregel VDE-AR-N 4130. Das Bild passt außerdem zur Rohstahlproduktion in Deutschland.
Die Rohstahlproduktion in Deutschland ist im Mai 2026 den fünften Monat in Folge gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Trotz der positiven Entwicklung bleibt die Branche jedoch unter der Auslastungsschwelle, die für einen wirtschaftlich stabilen Betrieb der Werke als erforderlich gilt.

Die Rohstahlproduktion in Deutschland hat im Mai 2026 den fünften Anstieg in Folge im jeweiligen Vorjahresvergleich verzeichnet. Die Erzeugung lag mit 3,2 Millionen Tonnen rund 7 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Auch im bisherigen Jahresverlauf setzte sich die Erholung fort: Von Januar bis Mai 2026 stieg die Rohstahlerzeugung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast 9 Prozent an.

Mit Blick auf die Produktionsverfahren zeigt sich ein gemischtes Bild: Besonders deutlich legte im Mai die Stahlproduktion auf der Hochofen-Konverter-Route (Oxygenstahl) zu: Sie stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat um 15 Prozent. Die Elektrostahlerzeugung auf Basis von Schrott und Strom verzeichnete dagegen ein Minus von fast 8 Prozent. Hier muss allerdings berücksichtigt werden, dass die Produktion im Mai 2025 vergleichsweise hoch ausgefallen war und die aktuelle Entwicklung somit auf einen hohen Vergleichswert trifft.

Rohstahlproduktion bleibt hochgerechnet noch zu niedrig

Trotz der positiven Entwicklung der vergangenen Monate besteht kein Anlass zur Entwarnung. Denn auf das Jahr hochgerechnet liegt die Rohstahlproduktion mit 37,7 Millionen Tonnen weiterhin unter der 40-Millionen-Tonnen-Grenze, die eine auskömmliche Kapazitätsauslastung der Stahlunternehmen markiert.

Foto: Nordroden/Shutterstock.com

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