Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hat sich bei der Salzgitter AG über den Fortschritt des Transformationsprogramms Salcos informiert. Im Rahmen ihrer Sommertour besichtigte sie die Baustelle für die CO2-arme Stahlerzeugung am Standort Salzgitter.
Gemeinsam mit Vorstandsvorsitzendem Gunnar Groebler und Heike Denecke-Arnold, Geschäftsführerin der Salzgitter Flachstahl GmbH, informierte sich Reiche über den Stand des Transformationsprojekts. Dabei verwies die Unternehmensführung auf die Bedeutung verlässlicher regulatorischer Rahmenbedingungen für die weitere Umsetzung.
Nach Angaben des Unternehmens bezeichnete Reiche die Fortschritte des Projekts als beeindruckend und würdigte die Rolle der Salzgitter AG bei der Transformation der Stahlproduktion. Zudem hob sie die Bedeutung der Stahlindustrie für die industrielle Resilienz hervor.
Salcos soll CO₂-arme Stahlproduktion ab 2027 ermöglichen
Gunnar Groebler nutzte den Besuch, um für verlässliche regulatorische Rahmenbedingungen in Europa und wettbewerbsfähige Energiepreise für energieintensive Industrien in Deutschland zu werben. Zugleich verwies er auf die Förderung des Projekts durch Bund und Land Niedersachsen.
Das Programm Salcos (Salzgitter Low CO2 Steelmaking) wird von Bund und dem Land Niedersachsen mit insgesamt 1,3 Milliarden Euro gefördert. Ziel ist die schrittweise Umstellung der Stahlproduktion auf grünen Wasserstoff. Die erste Ausbaustufe soll 2027 abgeschlossen werden; anschließend will Salzgitter den ersten mit der neuen Anlage produzierten grünen Stahl an Kunden ausliefern.
Foto: Salzgitter AG