Vom 9. bis 11. Juni 2026 wird Nürnberg erneut zum internationalen Treffpunkt für Sensorik, Messtechnik und Prüftechnik. Die „Sensor + Test 2026” erwartet rund 5.000 Fachbesucher und etwa 320 Aussteller aus aller Welt. Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung stehen technologische Konvergenz, Systemintegration und der Einsatz von KI in industriellen Anwendungen.
Die Sensorik- und Messtechnikbranche befindet sich nach Einschätzung der Veranstalter in einer Phase tiefgreifender Veränderungen. Sensoren, Datenverarbeitung, Software und KI wachsen zunehmend zu integrierten, intelligenten Gesamtsystemen zusammen. „Wir erleben keinen klassischen Technologiesprung, sondern eine Phase technologischer Konvergenz”, erklärt Elena Schultz, Geschäftsführerin der AMA Service GmbH. Sensoren seien heute nicht mehr nur Messwertlieferanten, sondern zentrale Schnittstellen zwischen physischer und digitaler Welt.
Sensor + Test 2026 rückt Industrial AI in den Fokus
Ein zentrales Thema der Messe ist „Industrial AI“. Laut den Veranstaltern ist dies längst kein Zukunftsthema mehr, sondern industrielle Praxis. Sensorik liefert hierfür die Grundlage in Form präziser, strukturierter und KI-fähiger Daten. Gezeigt werden Anwendungen aus den Bereichen Predictive Maintenance, intelligente Produktion, Robotik und datenbasierte Qualitätssicherung.
Gleichzeitig gewinnen Edge Computing und Systemintegration an Bedeutung. Daten werden zunehmend direkt am Entstehungsort verarbeitet und Entscheidungen in Echtzeit vorbereitet. Damit entwickelt sich Sensorik immer stärker zu einem Bestandteil durchgängiger digitaler Architekturen.
Als weitere Technologietrends nennt die Sensor + Test 2026 die zunehmende Systemintegration, die Multisensorfusion und die Bedeutung qualitativ hochwertiger Messdaten. Dabei gelten Datenqualität, Synchronisation, Kalibrierung und Rückführbarkeit als entscheidende Voraussetzungen für den erfolgreichen Einsatz von KI-Anwendungen in industriellen Prozessen.
Wissenstransfer zwischen Industrie und Forschung
Begleitet wird die Messe von einem umfangreichen Fachprogramm. Dazu zählen die 23. ITG/GMA-Fachtagung „Sensoren und Messsysteme” sowie die European Test and Telemetry Conference (ETTC). Die Themen reichen von Sensorik und Telemetrie über das Internet der Dinge (IoT), Edge Computing und künstliche Intelligenz bis hin zu komplexen Systemarchitekturen.
Ergänzt werden die Kongresse durch ein offenes Fachforum mit Vorträgen und Praxisbeispielen. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Expertenforum „KI-gestützte Messtechnik und Sensorik – Intelligente Systeme zwischen Innovation, Verantwortung und Praxis“.
Spezialisierung als Erfolgsfaktor
Die Sensor + Test setzt weiterhin auf ihre Spezialisierung in Sensorik, Mess- und Prüftechnik. Besucher erhalten einen konzentrierten Überblick über aktuelle Entwicklungen für Anwendungen unter anderem im Maschinenbau, in der Automobilindustrie, im Schienenverkehr sowie in der Luft- und Raumfahrt. Nach Einschätzung der Veranstalter gewinnt eine solche Spezialisierung in einem zunehmend unübersichtlichen Messeumfeld weiter an Bedeutung. Die Sensor + Test versteht sich dabei als Plattform für den Austausch zwischen Industrie, Forschung und Entwicklung sowie als Forum für aktuelle Trends der industriellen Digitalisierung.
Die Sensor + Test 2026 ist an allen drei Messetagen jeweils von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Besucher können sich vorab online unter www.sensor-test.de/de/besucher/ihr-messe-ticket registrieren.
Foto: AMA Service GmbH