Rheinmetall ordert erstmals fossilfreien Stahl für Verteidigung

Zwei HX 8x8-Militärfahrzeuge in Tarnfarben durchqueren schlammiges Wasser – Symbolbild für den Einsatz von fossilfreiem Stahl für Verteidigung
SSAB liefert erstmals fossilfreien Stahl für Verteidigung: Rheinmetall setzt als erster Hersteller von Verteidigungsausrüstung auf dekarbonisierten Stahl – ein Meilenstein für nachhaltige Werkstoffe und zukunftsorientierte Rüstungsproduktion.

SSAB und das deutsche Verteidigungs- und Technologieunternehmen Rheinmetall haben eine Absichtserklärung über die Lieferung von fossilfreiem Stahl für Verteidigung unterzeichnet. Dies stellt einen bedeutenden Meilenstein dar, da Rheinmetall als erster Hersteller von Verteidigungsausrüstung dekarbonisierten Stahl in seiner Produktion einsetzt – und damit den Weg für eine neue Generation nachhaltiger Produkte ebnet.

Rheinmetall ist ein führender internationaler Systemanbieter der Verteidigungsindustrie und zugleich Treiber technologischer und industrieller Innovationen auf den zivilen Märkten. Die Zusammenarbeit beginnt mit Lieferungen von SSAB Zero. Dabei werden die Mengen im Laufe der Zeit ansteigen. Zukünftige Lieferungen werden auch SSAB Fossil-free Stahl umfassen, der mit der Hybrit-Technologie hergestellt wird.

„Das sind großartige Nachrichten und ein starkes Signal beider Unternehmen. Gemeinsam verpflichten wir uns, der Nachfrage nach CO2-Reduktionen von Herstellern und Kunden gerecht zu werden“, sagt Per Elfgren, Head of SSAB Special Steels.

Zwei Sorten fossilfreier Stahl für Verteidigung

SSAB revolutioniert die Stahlherstellung mit zwei einzigartigen dekarbonisierten Stahlsorten: SSAB Zero und SSAB Fossil-free steel. Damit sieht sich SSAB als Wegbereiter für eine grünere Zukunft.

SSAB Zero ist der erste kommerzielle Stahl seiner Art. Durch die Verwendung von recyceltem Stahl und fossilfreier Energie entstehen praktisch keine fossilen Kohlenstoffemissionen – ohne Kompromisse bei Leistung oder Qualität.

Im Jahr 2021 produzierte SSAB als Machbarkeitsnachweis den weltweit ersten fossilfreien Stahl mithilfe der Hybrit-Technologie. Diese bahnbrechende Technologie zur Stahlherstellung nutzt mit Wasserstoff reduzierten Eisenschwamm und ersetzt die Hauptquelle von CO2-Emissionen durch Wasser als Nebenprodukt anstelle von CO2. Seitdem wurden mehrere Pilotlieferungen an ausgewählte Partner in verschiedenen Branchen durchgeführt.

Die Bedeutung der Wehrtechnik und von Stahl für Verteidigung zeigt sich auch bei anderen Branchenunternehmen. So hatte beispielsweise die Salzgitter AG im Juni sowie im November eine erste Zulassung der Stahlgüte Secure 500 für die Bundeswehr mitgeteilt und dann eine erweiterte Zulassung.

Foto: Rheinmetall

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