In dieser Woche bringt die Bundesregierung ihren Entwurf für den Bundeshaushalt 2027 in den Bundestag ein. Die Wirtschaftsvereinigung Stahl (WV Stahl) fordert, in den nun folgenden Haushaltsberatungen die richtigen Prioritäten für den Industriestandort zu setzen.
WV Stahl fordert verlässliche Finanzierung für die Transformation
Um die industrielle Grundstoffbasis trotz globaler Verwerfungen zu sichern und die Transformation zur Klimaneutralität zu bewältigen, brauche es neben politischer Flankierung vor allem eine verlässliche Finanzierung, betont Kerstin Maria Rippel, Hauptgeschäftsführerin der WV Stahl. Das Ziel der Klimaneutralität müsse sich klar im Bundeshaushalt sowie im Klima- und Transformationsfonds (KTF) widerspiegeln.
Aus Sicht der Stahlindustrie seien dabei drei Handlungsfelder entscheidend: die Senkung der Energiepreise, die Schaffung von Leitmärkten für emissionsarmen Stahl „Made in EU“ sowie die Stärkung der Verkehrs- und Logistikinfrastruktur.
Vor allem beim Thema Energiekosten mahnt der Verband Kontinuität an: „Insbesondere bei den gerade eingeleiteten Energiepreisentlastungen wäre eine Rolle rückwärts das völlig falsche Signal – für Industrie wie für Verbraucher“, so Rippel. Der Zuschuss zu den Übertragungsnetzkosten dürfe nicht gekürzt werden, sondern müsse vollständig erhalten und verstetigt werden.
Foto: WV Stahl