Thyssenkrupp Automotive Technology stellt sein Fahrwerksgeschäft neu auf. Das Unternehmen bündelt künftig seine Kompetenzen für Lenkung, Dämpfung sowie Achs- und Systemlösungen in einer neuen Organisationsstruktur. Damit verbunden ist auch ein Stellenabbau an den Standorten Essen und Ennepetal. Insgesamt sind dort nach Unternehmensangaben rund 160 bis 180 Stellen von den strukturellen und personellen Veränderungen betroffen.
Mit der Neuorganisation reagiert das Unternehmen nach eigenen Angaben auf regional unterschiedliche Markt- und Kundenanforderungen sowie den hohen Wettbewerbs- und Kostendruck in der Automobilzulieferindustrie. Forschung und Entwicklung sowie das Produktmanagement sollen künftig stärker global organisiert werden. Gleichzeitig erhalten die Regionen Europa, China und Nordamerika mehr Verantwortung für Kundenbeziehungen, Projektumsetzung und das operative Geschäft.
Thyssenkrupp Automotive Technology verteilt Verantwortung neu
„Unsere Kundenmärkte entwickeln sich regional zunehmend unterschiedlich. Deshalb verbinden wir globale Technologie- und Entwicklungskompetenz künftig konsequenter mit Verantwortung vor Ort“, sagt Viktor Molnar, COO von Thyssenkrupp Automotive Technology. Damit wolle das Unternehmen Entscheidungswege verkürzen, näher an den Kunden agieren und seine internationalen Kompetenzen effizienter nutzen.
Die neue Organisation soll zum 1. Januar 2027 starten. Sie ist Teil der strategischen Weiterentwicklung von Automotive Technology. Ziel des Unternehmens ist es, das Segment als langfristig eigenständigen Automobilzulieferer aufzustellen.
Stellenabbau betrifft Essen und Ennepetal
Mit der Neuorganisation sind strukturelle und personelle Veränderungen an den Standorten Essen und Ennepetal verbunden, an denen wesentliche Kompetenzen des Dämpfungsgeschäfts angesiedelt sind. Insgesamt sind rund 160 bis 180 Stellen betroffen. Der Schwerpunkt liegt in Entwicklung und Engineering. Darüber hinaus betreffen die Maßnahmen Aufgaben der operativen Steuerung und des Qualitätsmanagements.
Ein wesentlicher Teil der Veränderungen entsteht laut Thyssenkrupp Automotive Technology durch die Bündelung und Verlagerung von Aufgaben in bestehende internationale Kompetenzzentren. Darüber hinaus kündigt das Unternehmen Kapazitätsanpassungen an. Wie viele Arbeitsplätze dadurch konkret wegfallen, nennt Thyssenkrupp nicht. Die personelle Ausgestaltung soll nun mit den Arbeitnehmervertretungen beraten werden.
Die Stoßdämpferproduktion in Ennepetal bleibt von den Maßnahmen unberührt. Essen und Ennepetal sollen zudem Entwicklungs- und Kompetenzstandorte des Fahrwerksgeschäfts bleiben. Nach Unternehmensangaben werden dort weiterhin Aufgaben in Entwicklung und Engineering sowie bei Kundenprojekten für den europäischen Markt wahrgenommen. Auch ausgewählte globale Steuerungsaufgaben sollen an den beiden Standorten verbleiben.