Salzgitter-Konzern startet gut ins Geschäftsjahr 2026

Salzgitter-Konzern Halbjahresergebnis 2025, Umsatzprognose für 2025 gesenkt: Die Salzgitter AG veröffentlicht vorläufige Geschäftszahlen des ersten Halbjahres 2025 und eine Konkretisierung der Jahresprognose
Der Salzgitter-Konzern hat im ersten Quartal 2026 von der Aurubis-Beteiligung sowie positiven Ergebnissen in Teilbereichen profitiert. Gleichzeitig verweist das Unternehmen auf anhaltende geopolitische Belastungen für das Stahlgeschäft.

Der Außenumsatz des Salzgitter-Konzerns rangierte im ersten Quartal 2026 mit 2,3 Mrd. Euro (Q1 2025: 2,3 Mrd. Euro) auf einem „stabilen Niveau“. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag bei 279,7 Mio. Euro und das bereinigte Vorsteuerergebnis (EBT) bei 179 Mio. Euro. Unter Berücksichtigung von Bewertungs­effekten aus der Umtauschanleihe in Aktien der Aurubis AG in Höhe von –83,7 Mio. Euro reduzieren sich die ausgewiesenen Ergebnisse. Danach erwirtschaftete der Salzgitter-Konzern 195,9 Mio. Euro EBITDA (Q1 2025: 78,6 Mio. Euro) und 95,3 Mio. Euro Gewinn vor Steuern (Q1 2025: –27,3 Mio. Euro). Einen wesentlichen Beitrag leistete die at-equity (IFRS-Bilanzierung) einbezogene Aurubis-Beteiligung, der sich binnen Jahresfrist von 48,0 auf 147,0 Mio. Euro erhöhte.

Salzgitter-Konzern profitiert von Aurubis-Beteiligung

Die geopolitischen Unsicherheiten insbesondere nach Ausbruch des Krieges in Nahost belasteten laut Salzgitter-Konzern vor allem die stahlnahen Aktivitäten. Gleichwohl hätten die Geschäftsbereiche Stahlerzeugung und Handel sowie Technologie „positive Ergebnisse“ erwirtschaftet. In Zahlen: Bei der Stahlerzeugung gab es einen Sprung von –22,9 Mio. Euro auf 24,0 Mio. Euro und beim Handel einen etwas kleineren Sprung von einer „roten Null“ (–2,0 Mio. Euro) auf 20,2 Mio. Euro. Die Stahlverarbeitung verharrte mit –24,4 Mio. Euro im negativen Bereich (Q1 2025: –25,3 Mio Euro). Den Rückwärtsgang legte der Salzgitter-Konzern indes bei der Gesamtbelegschaft (inklusive der Auszubildenden und der Kollegen in passiver Altersteilzeit) ein: Die Zahl der Beschäftigten sank um 503 auf 23.890.

Birgit Potrafki, im Vorstand der Salzgitter AG für Finanzen zuständig, ordnet die Zahlen weiter ein:

„Der Start in das Geschäftsjahr 2026 war trotz der immensen Herausforderungen aus der Geopolitik ermutigend. Es ist besonders erfreulich, dass sämtliche Geschäftsbereiche zur Ergebnisverbesserung beitrugen. Eine wichtige Säule dabei war unser Performanceprogramm P28, das 43 Mio. Euro zusätzliche Kostensenkungseffekte lieferte. Den größten Anteil an der Ergebnisverbesserung steuerte unsere Beteiligung an der Aurubis AG bei, deren Resultat aufgrund der hohen Preise für Edelmetalle außerordentlich hoch war. Unsere Nettofinanzposition hat sich seit Jahresbeginn ebenfalls erheblich verbessert. Dieser starke Start ins Jahr 2026 stimmt uns für den weiteren Jahresverlauf zuversichtlich und hat uns veranlasst, unsere Gewinnprognose nach oben anzupassen.“

Ausblick

Aufgrund der vielfältigen geopolitischen Unsicherheiten bleibt die Prognostizierbarkeit sowohl der weiteren konjunkturellen Entwicklung als auch der Bewertung börsennotierter Wirtschaftsgüter eingeschränkt. Die geplanten öffentlichen Investitions- und Infrastrukturprogramme führen noch nicht zu einer deutlichen konjunkturellen Belebung. Gleichwohl erwarten die Niedersachsen im weiteren Jahresverlauf positive Impulse aus den EU-Handelsschutzmaßnahmen. Insgesamt rechnen sie weiterhin mit einer lediglich moderaten Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und erwarten im Geschäftsjahr 2026 für den Salzgitter-Konzern:

  • einen Umsatz von rund 9,5 Mrd. Euro,
  • ein bereinigtes EBITDA zwischen 625 Mio. Euro und 725 Mio. Euro und
  • ein bereinigtes EBT zwischen 200 Mio. Euro und 300 Mio. Euro.

In dieser Prognose sind Auswirkungen aus der möglichen Umsetzung der am 6. Februar 2026 bekanntgegebenen Eckpunkte zur Fortführung der Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH unter alleiniger Verantwortung der Salzgitter AG nicht berücksichtigt.

Foto: Salzgitter AG

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