Möglicher Verkauf von Klöckner & Co.

Möglicher Verkauf von Klöckner & Co.
Klöckner & Co. bestätigt Übernahmegespräche mit Worthington Steel. Der US-Konzern prüft aktuell die Bücher. Was ein mögliches Angebot für den Stahlhändler bedeuten könnte.

Möglicher Verkauf von Klöckner & Co.: Klöckner & Co. SE bestätigt Gerüchte, wonach die Gesellschaft mit dem US-amerikanischen Stahlkonzern Worthington Steel, Inc. Verhandlungen zu einem möglichen freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebot für alle Aktien der Klöckner & Co. SE führt.

Worthington Steel, Inc., ein Stahlriese aus Ohio, führt in diesem Zusammenhang eine Due-Diligence-Prüfung durch. Das weist darauf hin, dass Klöckner & Co. den Amerikanern die Bücher offengelegt hat. Derzeit ist noch offen, ob oder unter welchen Bedingungen ein mögliches öffentliches Übernahmeangebot durchgeführt wird.

Due-Diligence-Prüfung: Amerikaner erhalten Einblick in die Bücher

Laut einer Meldung der WAZ vom 8.12.2025 bestätigte das Traditionsunternehmen aus dem Ruhrgebiet, dass wegen des Vorhabens derzeit die Bücher geprüft würden. Auf dem US-Markt liefe es wirtschaftlich für das Unternehmen, das seinen Hauptsitz am Anfang des Jahres von Duisburg nach Düsseldorf verlegt hat, in den vergangenen Monaten am besten. Daraus resultieren Ambitionen von Klöckner & Co., bis 2030 führender Metallverarbeiter in Nordamerika zu werden.

Möglicher Verkauf von Klöckner & Co.: Wirtschaftliche Stärke in den USA befeuert Übernahmeinteresse

Während die Zahlen in Deutschland in den ersten drei Quartalen 2025 negativ ausfielen und die Umsätze rückläufig waren, meldete Klöckner & Co. Mitte des Jahres eine starke Nachfrage bei der Nordamerika-Sparte. Nach einem Verlust von 23 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum erzielte Klöckner & Co. dort nun ein Plus von 2 Millionen Euro. Das EBITDA vor wesentlichen Sondereffekten stieg auf 65 Millionen Euro (Q2 2024: 42 Millionen Euro). Der Free Cashflow lag bei 44 Millionen Euro.

Die WAZ berichtet weiter, dass sich Klöckner & Co. als börsennotiertes Unternehmen veranlasst sah, Marktspekulationen in einer Ad-hoc-Mitteilung zu kommentieren. Worthington Steel plane demnach alle Aktionäre dazu zu bewegen, ihre Aktienscheine zu veräußern.

Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung vom 8.12.2025 äußerte Geschäftsführer Guido Kerkhoff, früherer Chef von Thyssenkrupp, Klöckner & Co. sei „heute ein US-Unternehmen mit europäischem Beiwerk“. Nun könnte diese Aussage noch mehr Wahrheitsgehalt bekommen.

Der Kurs der S-Dax-notierten Aktien von Klöckner & Co. hat sich in den vergangenen drei Jahren mehr als halbiert. Auch wenn die Verluste in den ersten drei Quartalen dieses Jahres deutlich geringer ausfielen als im Vorjahr, leidet doch der Stahl- und Metallhändler, der 1906 in Duisburg gegründet wurde, ähnlich wie die deutschen Stahlhersteller, unter der schwächelnden deutschen Konjunktur und dem weltweiten Überangebot samt den einhergehenden Stahlpreisen.

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Foto: Klöckner & Co. SE

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