Graepel steigt mit Xi10 bis Xi20 in Partnerschaft mit Linde MH ein

Die Collage zeigt links zwei Bauteile von Graepel, die im Gabelstapler Xi10 bis Xi20 von Linde (rechts) zum Einsatz kommen.
Mit der Lieferung zentraler Außenbauteile für die Elektro-Gegengewichtsstapler Xi10 bis Xi20 startet Graepel die Zusammenarbeit mit Linde Material Handling. Das Projekt zeigt, wie integriertes Engineering, effiziente Fertigung und durchdachtes Werkzeugdesign Kosten senken und Prozesse optimieren.

Mit der Lieferung von Bauteilen für die Elektro-Gegengewichtsstapler Xi10 bis Xi20 hat für Graepel, einem der international führenden Hersteller von Blechprodukten, die Zusammenarbeit mit Linde Material Handling (MH) begonnen. Das Projekt markiert den Einstieg des Familienunternehmens aus dem niedersächsischen Löningen in die Partnerschaft mit einem der weltweit führenden Hersteller von Flurförderzeugen. Ausschlaggebend für die Wahl von Graepel waren die hohe Entwicklungstiefe, eine effiziente Fertigung sowie die nahtlose Integration aller Prozesse entlang der Wertschöpfungskette.

Integrierte Lösung von der Konstruktion bis zur vormontierten Lieferung

Graepel liefert für die aktuelle Staplergeneration von Linde MH zentrale Außenbauteile im Heckbereich. Dabei ging es von Beginn an nicht allein um die Fertigung einzelner Komponenten, sondern um einen ganzheitlichen Ansatz: Graepel übernimmt Engineering, Werkzeugbau, Umformtechnik, Beschichtung sowie die vormontierte Anlieferung der Bauteile – alles präzise abgestimmt auf die Prozesse bei Linde MH.

Die Modelle Xi10 bis Xi20 von Linde MH stehen für höchste Performance im Traglastbereich von 1 bis 2 Tonnen. Mit integrierter Lithium-Ionen-Batterie, performanter 90-Volt-Technologie und kompaktem Fahrzeugdesign zählen sie zu den leistungsstärksten Elektro-Gegengewichtsstaplern ihrer Klasse. Diese Stapler bilden das Rückgrat der Intralogistik: In Industrie, Logistik und Produktion entscheiden Effizienz, Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit des Fahrzeugs über den täglichen Materialfluss.

Xi10 bis Xi20 profitieren von integriertem Engineering-Ansatz

Bereits in der frühen Projektphase erarbeiteten die Konstruktionsteams beider Unternehmen in enger Abstimmung ein umfassendes Gesamtkonzept. Technische Anforderungen, etwa die präzise Definition von Aufhängepunkten, wurden ebenso berücksichtigt wie fertigungstechnische Optimierungen. Dazu zählten unter anderem angepasste Einlaufradien zur Reduzierung von Schattenkanten beim Tiefziehen. Parallel flossen wirtschaftliche Aspekte konsequent in die Bauteilauslegung ein.

Ein zentrales Beispiel für den Mehrwert der Zusammenarbeit ist der Heckdeckel der Linde-Stapler Xi10 bis Xi20: Graepel fertigt dafür insgesamt acht Varianten – vier Größen sowie entsprechende Ausführungen für Fahrzeuge mit Klimaanlage. Benötigt werden dafür lediglich drei Presswerkzeuge. Durch eine geschickte Konstruktion wurden so die Werkzeugkosten signifikant reduziert, ohne Kompromisse bei Qualität oder Funktion einzugehen.

Die Heckdeckel bestehen aus 3 mm starkem, tiefgezogenem Stahlblech, werden kathodisch tauchlackiert (KTL) und montagefertig inklusive vormontierter Gummikupplungen geliefert. Der finale Strukturlack wird anschließend bei Linde MH aufgebracht. Das Ergebnis ist eine perfekt abgestimmte Prozesskette mit minimalen logistischen Schnittstellen und hohen Qualitätsstandards. Ergänzend liefert Graepel für Sondermodelle mit Klimaanlage Abdeckungen der Klimaleitungen an der Rückseite des Fahrerhauses. Auch hier sorgt ein durchdachtes Werkzeugkonzept für Effizienz: Vier Varianten entstehen mit nur einem Presswerkzeug.

Partnerschaft auf Augenhöhe als Erfolgsfaktor

„Das Projekt zeigt exemplarisch, wie wichtig der frühe, offene Austausch zwischen Entwicklung, Fertigung und Logistik ist“, erläutert Jannes Flint, Graepel Sales Manager für den Bereich Flurförderfahrzeuge. „Kurze Reaktionszeiten, direkte Abstimmung und ein partnerschaftliches Verständnis auf Augenhöhe haben einen schnellen Übergang in die Serienproduktion ermöglicht. Die gelieferten Bauteile überzeugen nicht nur funktional, sondern kommen montageoptimiert beim Kunden an. Das ist ein solides Fundament für die weitere Zusammenarbeit.“

Fotos: Graepel (2, li.), Linde (re.)

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