Metallhandwerk in NRW: Auftragslage bleibt angespannt

Das Foto zeigt eine Person beim Schweißen. Es bebildert eine typische Tätigkeit im Metallhandwerk in NRW.
Die wirtschaftliche Lage im nordrhein-westfälischen Metallhandwerk bleibt angespannt. Laut aktuellem Konjunkturblitzlicht des Fachverbandes Metall NW melden 40,3 Prozent der Betriebe sinkende Auftragsbestände. Auch die Erwartungen für 2026 sind überwiegend verhalten.

Die wirtschaftliche Lage im nordrhein-westfälischen Metallhandwerk bleibt auch zum Ende des dritten Quartals angespannt. Das aktuelle Konjunkturblitzlicht des Fachverbandes Metall NW zeigt eine weiterhin schwache Nachfrage, anhaltenden Preiswettbewerb und hohe Kosten. Nur 19,4 Prozent der befragten Unternehmen bewerten ihre aktuelle Geschäftslage als gut. Demgegenüber beurteilen 17,9 Prozent ihre Lage als mangelhaft oder ungenügend. Der Durchschnittswert liegt bei 3,50 auf der zugrunde liegenden Bewertungsskala.

Besonders deutlich zeigt sich die schwierige Situation beim Auftragsbestand. Bei 40,3 Prozent der Unternehmen ist dieser zuletzt gesunken. Nur 13,2 Prozent verzeichneten einen Anstieg. Knapp 60 Prozent der Betriebe verfügen über einen Auftragsbestand von höchstens zwei Monaten. Auch die Erwartungen bleiben zurückhaltend. Die Hälfte der Unternehmen rechnet für 2026 mit keiner Veränderung ihrer wirtschaftlichen Situation. 41,1 Prozent erwarten eine Verschlechterung, lediglich 8,5 Prozent eine Verbesserung. Investitionen planen 30,2 Prozent der befragten Betriebe.

Metallhandwerk unter Preis- und Kostendruck

Neben der schwachen Nachfrage belastet der Preiswettbewerb die Unternehmen. Nur 7 Prozent bewerten die erzielten Preise als gut. 41,1 Prozent halten sie für ausreichend, weitere 25,6 Prozent für ungenügend.
Bei den größten Schwierigkeiten stehen die Bürokratiekosten mit 62,8 Prozent der Nennungen an erster Stelle. Es folgen der Fachkräftemangel mit 58,9 Prozent und die Kosten für Zulieferungen mit 58,1 Prozent. Mehr als die Hälfte der Unternehmen nennt außerdem den Preiswettbewerb beim Kunden als Belastung. Für 47,3 Prozent stellt der Auftragsmangel ein Problem dar.

„Die Zahlen zeigen vor allem eines: Die erhoffte Trendwende ist bislang ausgeblieben. Die wirtschaftliche Lage im Metallhandwerk verharrt auf einem niedrigen Niveau“, kommentiert Stephan Lohmann die Ergebnisse. Der Geschäftsführer des Fachverbandes Metall NW fordert deshalb verlässliche Rahmenbedingungen und Entlastungen für die Betriebe. Insbesondere Bürokratiekosten, Zulieferkosten und Personalkosten schränkten die wirtschaftlichen Spielräume ein.

Bereits im Halbjahresbericht hatte der Fachverband auf die schwache Nachfrage, den zunehmenden Preiswettbewerb und die geringe Investitionsneigung hingewiesen. Das aktuelle Konjunkturblitzlicht zeigt damit weiterhin keine spürbare Erholung im Metallhandwerk.

Foto: ZaitsevMaksym/Shutterstock.com

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