Ambo Stahl eröffnet neues Kompetenzzentrum für Defence

Fertigungshalle von Ambo Stahl – im Hintergrund Menschen und Maschinen
Ambo Stahl hat in Hürth bei Köln ein neues Kompetenzzentrum für Defence eröffnet. Der Standort erweitert die Kapazitäten für die Bearbeitung von Spezialstählen und ist unter anderem mit einem 60-kW-Faserlaserschneidsystem für anspruchsvolle Anwendungen ausgestattet.

Der produzentenunabhängige Stahlanbieter und Metallverarbeiter Kloeckner Metals Germany hat jetzt in Hürth bei Köln einen neuen Standort seines Tochterunternehmens Ambo Stahl eröffnet. Mit den zusätzlichen Kapazitäten erweitert das Unternehmen seine Fertigungskapazitäten insbesondere für Anwendungen im Defence- und KRITIS-Bereich. Der neue Standort mit Schwerpunkt auf der Defence-Industrie ergänzt den bereits bestehenden Standort von Ambo Stahl in Köln-Ehrenfeld, der über umfassende Expertise in der Bearbeitung verschleißfester, hochfester und ballistischer Spezialstähle sowie über entsprechende Bundeswehr-Zulassungen verfügt.

60-kW-Faserlaser erweitert Bearbeitungsmöglichkeiten

Das technologische Herzstück am neuen Standort ist das Faserlaser-Schneidsystem Cutlite Penta PLUS BEVEL 6530 mit 60 kW. Kloeckner Metals Germany zählt damit zu den ersten Unternehmen in Deutschland, die eine Anlage dieser Leistungsklasse einsetzen. Mit dem System lassen sich neben geraden Schnitten auch Schweißfasen („Bevel Cuts“) direkt im Laserschneidprozess erzeugen.

Dadurch entfallen in vielen Fällen nachgelagerte Fräs- oder Anfasarbeiten. Die Bauteile können unmittelbar für den Schweißprozess vorbereitet werden. Nach Unternehmensangaben ermöglicht die 60-kW-Anlage außerdem höhere Schnittgeschwindigkeiten und die Bearbeitung großer Materialstärken.

Felix Schmitz, CEO von Kloeckner Metals Germany, erklärt:

„Mit dem neuen Standort in Hürth setzen wir ein klares Zeichen: Wir handeln und investieren gezielt dort, wo unsere Kunden im Defence-Bereich zusätzliche Kapazitäten auf technologisch höchstem Niveau benötigen.“

Standort ergänzt bundesweites Kompetenznetz

Neben dem Schwerpunkt Defence bedient der neue Standort auch den Baumaschinensektor sowie grundsätzlich alle Kernbranchen von Kloeckner Metals Germany – von Automotive über Fördertechnik, Konsumgüter, Landmaschinen, Logistik und Maschinenbau bis hin zu Schwermaschinen und Transport.

Mit der Standorteröffnung in Hürth treibt Kloeckner Metals Germany auch den Ausbau seiner bundesweiten Kompetenzzentren für höherwertige Stahl- und Metallbearbeitung weiter voran. Gemeinsam mit den Kompetenzzentren in Bremen, Velten, Landsberg, Köln und Duisburg entsteht so ein deutschlandweit vernetztes Technologie- und Produktionssystem für hochpräzise Stahl- und Metallbearbeitung.

Ambo Stahl verfügt über Bundeswehr-Zulassungen

Als spezialisiertes Kompetenzzentrum von Kloeckner Metals Germany positioniert sich die Ambo Stahl GmbH als Anbieter für verschleißfeste und hochfeste Spezialstähle sowie Sicherheits- und Panzerstahl. Das Unternehmen verfügt über die offizielle Zulassung gemäß TL 2350-0000 für die Bearbeitung von Panzerungsmaterialien und erfüllt mit seiner qualifizierten Verarbeitung auch die Anforderungen der TL 2350-0003 – dem Nachweis der Eignung nach den technischen Lieferbedingungen der Bundeswehr. Diese Zulassungen der Wehrtechnischen Dienststelle für Waffen und Munition (WTD91) umfassen das Laser-, Plasma- sowie Wasserstrahlschneiden von ballistischen Stählen und bestätigen die technische Kompetenz von Ambo Stahl bei der Verarbeitung von Schutzmaterialien nach strengsten wehrtechnischen Standards.

Mit dem neuen Standort erweitert Ambo Stahl dieses zertifizierte Leistungsportfolio um zusätzliche, höherwertige Bearbeitungskapazitäten. Zum Leistungsspektrum gehören Autogen-, Plasma-, Laser- und Wasserstrahlschneiden sowie Sandstrahlen.

Foto: Kloeckner Metals Germany

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