Max Bögl sichert sich Spannstahldraht für Hybridtürme

Das Bild zeigt Mitarbeiter in Schutzkleidung in Stahlfabrik, umgeben von großen Stahlrollen. Es geht um Spannstahldraht. und zu sehen sind (v. l.): Sebastian Weizer (Zentralbereichsleiter Komponenten-Produktion, Max Bögl Wind AG), Josef Knitl (Vorstand, Max Bögl Wind AG), Jörg Disteldorf (Personalvorstand der Saarstahl Aktiengesellschaft und verantwortlicher Vorstand für DWK), Tobias Thumann (Leiter Einkauf, Max Bögl Wind AG), Stefan Braun (Kaufmännischer Leiter, Max Bögl Wind AG), Andreas Huf (Geschäftsführer DWK Drahtwerk Köln GmbH), Dr. Nadine Artelt (Sales Director Saarstahl AG)
Die Max Bögl Wind AG und die DWK Drahtwerk Köln GmbH bauen ihre Zusammenarbeit aus. Eine neue Vereinbarung sichert langfristig die Lieferung von Spannstahldraht für Hybridtürme von Windenergieanlagen. Beide Unternehmen reagieren damit auf steigende Nachfrage im Windenergiemarkt.

Die Max Bögl Wind AG hat mit der DWK Drahtwerk Köln GmbH (DWK), ein Unternehmen der Saarstahl Aktiengesellschaft, eine neue Kooperationsvereinbarung geschlossen. Das soll die langfristige Lieferung von Spannstahldraht für den Bau moderner Hybridtürme für Windenergieanlagen sichern. Spannstahldraht setzt die einzelnen Betonteile jedes Turms unter Zugspannung und macht Windenergieanlagen so stabil und belastbar. Bereits seit 2015 arbeiten Max Bögl und die DWK zusammen. Mit der neuen Vereinbarung erhöhen sie die Liefer- und Abnahmemengen nun deutlich und bauen ihre strategische Partnerschaft für die kommenden Jahre aus. Am 22. Januar 2026 haben Vertreter der Unternehmen den Vertrag in Sengenthal unterzeichnet.

Partnerschaft sichert Spannstahldraht für Hybridtürme

Windenergie sei ein Zukunftsmarkt und die Nachfrage wachse, sodass das Auftragsvolumen seines Hauses „rasant über die letzten Jahre“ gestiegen sei, meint Stefan Braun. Der kaufmännische Leiter der Max Bögl Wind AG führt weiter aus:

„Wir wollen aber nicht nur mehr Türme bauen, sondern unserem Anspruch als Technologieführer weiterhin gerecht werden. Das bedeutet für uns die Sicherstellung, dass unsere Türme langlebig, ökologisch und wirtschaftlich sind. Deshalb setzen wir auf verlässliche Partner und hochwertige Materialien.“

Joerg Disteldorf, Personalvorstand der Saarstahl Aktiengesellschaft und verantwortlicher Vorstand für DWK, ergänzt: „Die neue Kooperation ist auf mehrere Jahre angelegt, unsere gemeinsamen Ansprüche sind klar definiert: Qualität, Liefersicherheit und technologische Weiterentwicklung. Für diese Leistungsversprechen steht die DWK.“

Wichtiges Element der Turmsicherheit

Bei den Hybridtürmen von Max Bögl besteht der obere Turmteil aus Stahl, der untere bis zu 120 Meter hohe Teil aus Beton. Die Festigkeit und die Qualität des Spannstahldrahts sind bestimmend, um die Stabilität des Betonturms zu gewährleisten. Das Unternehmen fertigt bis zu 35 einzelne Ringe aus Umweltbeton und setzt sie mit trockener Fuge übereinander. Um die notwendige Stabilität dafür zu erreichen, stellt Max Bögl Spannglieder her und spannt den Betonturm damit vor. Diese Vorspannung ist der effizienteste Weg, um die hohen Lasten der Anlagen über den Betonturm abzutragen. Für die Herstellung der Spannglieder nutzt Max Bögl seit über zehn Jahren den Spannstahldraht von DWK.

Stefan Braun sagt:

„Auch wenn dieser Draht einen unscheinbaren Eindruck macht, er ist entscheidend. Die langjährige Zusammenarbeit mit DWK hat gezeigt, dass wir uns auf eine gleichbleibend hohe Materialqualität verlassen können. Deshalb ist für uns klar: Mit dieser Partnerschaft schaffen wir auch in Zukunft die Weichen, um den Windenergieausbau in Deutschland voranzutreiben.“

200 Kilometer Spannstahldraht pro Turm

Ein Hybridturm hat bis zu 24 Spannglieder. Um sie zu fertigen, werden rund 200 Kilometer Spannstahldraht verbaut. Max Bögl plant, in Zukunft noch höhere Türme zu bauen. Damit wächst in den kommenden Jahren der Bedarf an Spannstahldraht. Mit der Verlängerung der Kooperation ist deshalb ein größeres Produktionskontingent verbunden. Davon profitieren beide Seiten. „Die langfristige Zusammenarbeit gibt uns die Planungssicherheit, weiter gezielt in neue Produktionsanlagen zu investieren“, erklärt Joerg Disteldorf, „So stellen wir sicher, dass unsere Technik auf dem neuesten Stand bleibt und wir als DWK zum Ausbau regenerativer Energieformen und zur Energiesicherheit in Europa entscheidend mit beitragen können.“

Foto: Max Bögl Wind AG

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