Die Forschungsgemeinschaft Feuerfest e. V. (FGF) richtet ihre Leitung strategisch neu aus und wird künftig von einer Doppelspitze geführt. Während Dr. Christian Dannert weiterhin die Forschungsaufgaben leitet, wird Dr. Kerstin Hauke den zusätzlichen Schwerpunkt „Business Development“ aufbauen. Damit wird sich die FGF stärker auf die Nachfrage der Industrie nach Serviceleistungen und Weiterbildungen ausrichten.
Forschungsgemeinschaft Feuerfest mit drei neuen Angeboten im Business Development
Der Fokus liegt auf der engeren Verknüpfung von Ergebnissen aus der Forschung und Entwicklung der Forschungsgemeinschaft Feuerfest e. V. mit der praktischen Umsetzung in der deutschen Feuerfestindustrie. Mit „Forschung, die ankommt“ fasst Christian Dannert die erweiterte Strategie der FGF zusammen. „Eine enge Verknüpfung von Forschung mit der deutschen Feuerfestindustrie, mit intensivem Austausch in beide Richtungen, nützt allen“ präzisiert Kerstin Hauke.
1. Dienstleistungen und Consulting
Bereitstellung von in Forschungsprojekten entwickelten praxisnahen Prüfverfahren für die Industrie zur Untersuchung von Feuerfestmaterialien unter realen Einsatzbedingungen, z. B. in CO-haltiger Atmosphäre, unter thermischen Gradienten oder bei Thermoschock, zur gezielten Unterstützung unternehmerischer Produktentwicklung und Schadensanalyse.
2. High Temperature Raman Imaging für industrielle Anwendungen
Weiterentwicklung von High Temperature Raman Imaging als Methode zur in-situ Analyse mineralogischer und struktureller Veränderungen von Feuerfestmaterialien bei Temperaturen bis 1.500 °C – mit direktem Mehrwert für Produktentwicklung, Produktoptimierung, Prozessanpassung und Schadensanalytik.
3. Praxisorientierte Seminare und Weiterbildungen für die Industrie
Ausbau bedarfsgerechter Schulungs- und Weiterbildungsangebote für Mitarbeiter der Feuerfestindustrie.
Über die FGF
Die Forschungsgemeinschaft Feuerfest e. V. (FGF) betreibt vorwettbewerbliche Forschung für die deutschen Feuerfesthersteller. Im Mittelpunkt der drittmittelgeförderten Forschungsvorhaben steht die Entwicklung neuer Untersuchungsverfahren zur Analyse feuerfester Werkstoffe unter realitätsnahen Einsatzbedingungen. Dazu zählen hohe Temperaturen, aggressive Gase und Schlacken sowie der Kontakt mit Schmelzen.
Ein besonderer Fokus liegt auf In-situ-Verfahren, mit denen sich das Verhalten feuerfester Materialien direkt unter praxisrelevanten Betriebsbedingungen untersuchen lässt. Das Ziel besteht darin, belastbare Erkenntnisse für die Produktentwicklung, Anwendung und Schadensanalyse bereitzustellen.